Was ist CITES?

CITES steht für „Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora“, zu Deutsch „Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen“. Es handelt sich um ein internationales Übereinkommen zwischen Regierungen zum Schutz gefährdeter Pflanzen und Tiere und stellt sicher, dass der Handel mit diesen nicht ihr Überleben gefährdet.

Welche Pflanzen- und Tierarten sind durch CITES abgedeckt?

Die CITES-Bestimmungen erstrecken sich auf Pflanzen und Wildtiere sowie aus diesen hergestellte Produkte wie Musikinstrumente, getrocknete Kräuter und exotische Lederwaren.

Woher weiß ich, ob die Produkte in meiner Sendung unter die CITES-Bestimmungen fallen?

Es ist wichtig zu überprüfen, ob die Waren, die Sie versenden, unter eine der drei Schutzkategorien („Anhänge“ genannt) fallen, die in der offiziellen CITES-Checkliste aufgeführt sind. Für jedes aufgeführte pflanzliche oder tierische Produkt ist eine andere CITES-Genehmigung erforderlich.

Was sind die CITES-Artenkategorien?

Die CITES-Arten werden abhängig von ihrem jeweiligen Schutzstatus in den drei Anhängen aufgelistet.

CITES-Anhang I

Hier sind Arten aufgeführt, die vom Aussterben bedroht sind. Der Handel mit Exemplaren dieser Arten ist nur in Ausnahmefällen gestattet. Geparde, Pandas, Grauwale und Riesengürteltiere sind nur ein paar Beispiele für die 600 Tier- und 300 Pflanzenarten, die durch dieses Übereinkommen geschützt sind.

CITES-Anhang II

Hierunter fallen Arten, die nicht zwingend vom Aussterben bedroht sind, deren Handel jedoch kontrolliert werden muss. Dadurch soll sichergestellt werden, dass ihr Überleben nicht gefährdet wird.

Mit 1400 Tier- und 2500 Pflanzenarten ist dies die größte Liste. Sie beinhaltet u. a. Giraffen, Flusspferde, Europäische Aale und mehrere Arten medizinischer Blutegel.

CITES-Anhang III

Hier werden Arten gelistet, die in mindestens einem Land geschützt sind, das andere CITES-Mitgliedstaaten um Unterstützung bei der Kontrolle des Handels gebeten hat. Unter den 270 Tier- und 30 Pflanzenarten, die in der Liste aufgeführt sind, befinden sich auch einige Korallenarten, Nordafrikanische Feuersalamander und Tukane.

Wird mein Tier- oder Pflanzenprodukt in der CITES-Liste geführt?

In den CITES-Anhängen werden wissenschaftliche Artennamen verwendet. Daher ist unter Umständen eine Suche im CITES-Checklisten-Verzeichnis einfacher – dort sind auch Suchanfragen mit allgemeinen Bezeichnungen auf Englisch, Französisch und Spanisch möglich.

Welche CITES-Dokumente muss der Absender bereitstellen?

Der Absender ist dafür verantwortlich, eine CITES-Ausfuhrgenehmigung bereitzustellen. Es ist ratsam, bereits einige Zeit vor Aufgabe der Sendung eine solche Genehmigung zu beantragen – auch, wenn der Verkauf noch nicht abgeschlossen ist.

Stellen Sie sicher, dass die wissenschaftliche Bezeichnung der Tier- oder Pflanzenart auf der CITES-Genehmigung mit der Bezeichnung auf der Handelsrechnung übereinstimmt. Auch die CITES-Genehmigungsnummer sollte sich auf der Handelsrechnung wiederfinden.

Wie erhalte ich eine CITES-Genehmigung?

In jedem Land gibt es eine eigene für CITES zuständige Behörde. Angaben zur Beantragung der Genehmigung finden Sie auf den entsprechenden Websites. Die Kontaktdaten der nationalen CITES-Behörden können Sie dem CITES-Verzeichnis entnehmen.

Wo muss die CITES-Ausfuhrgenehmigung beigefügt werden?

Das Original der CITES-Ausfuhrgenehmigung muss sich in Ihrer Sendung befinden. Der Absender sollte sowohl dem Empfänger als auch dem Versandunternehmen eine digitale Kopie bereitstellen.

Wie kennzeichne ich ein Paket mit CITES-Waren?

Das Paket, das unter CITES aufgeführte Produkte enthält, muss nach außen hin deutlich gekennzeichnet sein. Bei Ihrem Versandunternehmen erhalten Sie bei Bedarf ein gelbes CITES-Etikett.

Welche CITES-Dokumente muss der Empfänger bereitstellen?

Wenn Sie CITES-Waren importieren, bitten Sie den Absender im Vorfeld um die Bereitstellung einer Kopie der CITES-Ausfuhrgenehmigung. Diese ist notwendig, um bei Ihren nationalen CITES-Behörden eine CITES-Einfuhrgenehmigung zu beantragen.

Zollfreigabe für CITES-Waren

Legen Sie Ihrem Versandunternehmen das Original der CITES-Einfuhrgenehmigung vor, bevor die Sendung den Zoll erreicht.

Da Zollkontrollen einige Zeit in Anspruch nehmen können, ist es wichtig, dies rechtzeitig zu berücksichtigen.

Sobald Ihre Sendung beim Zoll eingetroffen ist, können Sie keine CITES-Genehmigung mehr beantragen. Waren mit fehlenden, verspäteten oder nicht korrekten Dokumenten können vom Zoll beschlagnahmt werden.

Noch etwas?

Beachten Sie, dass CITES ein internationales Übereinkommen zwischen Ländern ist und keinen Ersatz für nationale Gesetze darstellt, die von Regierungsbehörden erlassen wurden, etwa dem US-amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA), dem kanadischen Ministerium für Landwirtschaft und Nahrungsmittel (AAFC), dem Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (DEFRA) im Vereinigten Königreich und BICON in Australien.

Der Handel mit bestimmten Tieren und Pflanzen mit Ländern, die das CITES-Übereinkommen nicht unterzeichnet haben, ist nicht zulässig. In der Länderliste auf der CITES-Webseite können Sie überprüfen, ob Ihr Bestimmungsland dort aufgeführt ist.

Auf dieser Website finden Sie allgemeine Informationen zum Thema Versand. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Versandbedingungen für Sie gelten, informieren Sie sich bei Ihrem Transportdienstleister. Informieren Sie sich unbedingt vor dem Versand über die Regeln und Vorschriften des Landes, aus dem und in das Sie Waren versenden. Entsprechende Informationen finden Sie auf den Regierungswebsites.


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